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Themenschwerpunkt Hypnosetherapie

Hypnose bei Allergien

Allergien können den Alltag erheblich belasten – von juckenden Augen bis zu Atembeschwerden. Tiefenhypnose kann dabei unterstützen, den Körper zu beruhigen und die Symptomlast spürbar zu lindern.

Gruppenhypnose in der Praxis: Klientinnen und Klienten in tiefer Trance

Tiefenhypnose in der Praxis: Klientinnen und Klienten in tiefer Trance während einer Hypnosetherapie-Sitzung.

Was sind Allergien?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel. Der Körper stuft diese Stoffe fälschlicherweise als gefährlich ein und schüttet Botenstoffe wie Histamin aus – das führt zu Symptomen wie Niesreiz, tränenden Augen, Hautausschlägen oder Atembeschwerden.

Was viele nicht wissen: Das Immunsystem steht in enger Verbindung mit dem Nervensystem und der Psyche. Stress, innere Anspannung und emotionale Belastung können die Reaktionsbereitschaft des Körpers zusätzlich erhöhen und Allergiesymptome verstärken. Genau an diesem Zusammenspiel von Körper und Psyche setzt die Hypnosetherapie an.

Welche Folgen können unbehandelte Allergien haben?

Bleiben Allergien langfristig unbeachtet, kann sich die Symptomatik ausweiten – Mediziner sprechen hier vom sogenannten 'Etagenwechsel', bei dem sich aus einem anfänglichen Heuschnupfen im Laufe der Zeit allergisches Asthma entwickeln kann. Auch die Abhängigkeit von Medikamenten wie Antihistaminika kann zunehmen.

Zusätzlich leiden viele Betroffene unter chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen durch nächtlichen Juckreiz oder eine verstopfte Nase sowie einer spürbaren Einschränkung der Lebensqualität – bis hin zum sozialen Rückzug in bestimmten Jahreszeiten oder Umgebungen.

Hypnotiseur induziert bei einem Klienten die Trance

Trance-Induktion: Durch gezielte Sprache und Führung wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt, bis sich ein Zustand tiefer Entspannung und Konzentration einstellt – die Trance.

Wie kann Hypnose bei Allergien helfen?

In tiefer Entspannung – der sogenannten Trance – lässt sich das vegetative Nervensystem gezielt beruhigen. Da Stress und Anspannung nachweislich Einfluss auf die Stärke allergischer Reaktionen nehmen können, kann Tiefenhypnose helfen, diesen verstärkenden Faktor zu reduzieren und dem Körper zu signalisieren, dass keine akute Gefahr besteht.

In der Behandlung wird in Trance häufig mit Vorstellungsbildern gearbeitet, die dem Unterbewusstsein helfen, gelassener auf die auslösenden Reize zu reagieren. Viele Betroffene berichten, dass sie durch regelmäßige Hypnosesitzungen entspannter mit ihren Symptomen umgehen und diese als weniger belastend empfinden.

Auch begleitende Ängste – etwa die Sorge vor einem allergischen Schub in bestimmten Situationen – können in der Hypnosetherapie aufgegriffen werden. So kann Hypnose einen wertvollen ergänzenden Baustein darstellen, um die Selbstregulation des Körpers zu unterstützen.

Studienlage: In einer klinischen Untersuchung am St Thomas' Hospital in London konnte bei Patienten mit Asthma und Heuschnupfen gezeigt werden, dass sich die allergische Hautreaktion auf bekannte Allergene unter Hypnose gegenüber dem Wachzustand deutlich abschwächte. Fry, L., Mason, A. A. & Pearson, R. S. B. (1964), British Medical Journal ↗
Wichtiger Hinweis: Allergische Beschwerden sollten grundsätzlich zunächst ärztlich abgeklärt werden, um organische Ursachen festzustellen und eine geeignete allergologische Diagnostik (z. B. Allergietest) sicherzustellen. Hypnosetherapie versteht sich als sinnvolle Ergänzung, nicht als Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung.
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