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Themenschwerpunkt Hypnosetherapie

Hypnose bei Nervosität

Ständige innere Unruhe kann auf Dauer sehr erschöpfend sein – Tiefenhypnose kann helfen, wieder zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Gruppenhypnose in der Praxis: Klientinnen und Klienten in tiefer Trance

Tiefenhypnose in der Praxis: Klientinnen und Klienten in tiefer Trance während einer Hypnosetherapie-Sitzung.

Was ist Nervosität?

Nervosität beschreibt einen Zustand innerer Unruhe und Anspannung, der sich körperlich etwa durch Zittern, Herzklopfen, Schwitzen oder ein flaues Gefühl im Magen bemerkbar machen kann, aber auch seelisch durch Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder ein ständiges Gefühl des „Getriebenseins“.

Häufig steckt hinter anhaltender Nervosität ein überaktives Nervensystem, das auch in eigentlich ruhigen Situationen kaum zur Ruhe kommt. Auslöser können beruflicher oder privater Stress, hoher Leistungsdruck, Zukunftsängste oder einfach ein über lange Zeit angesammeltes Übermaß an Anspannung sein.

Welche Folgen kann anhaltende Nervosität haben?

Bleibt Nervosität über längere Zeit bestehen, kann sie zu chronischer Erschöpfung, Schlafproblemen und einer allgemein sinkenden Belastbarkeit führen. Der Körper befindet sich dann fortwährend in einer Art Alarmbereitschaft, aus der heraus es zunehmend schwerfällt, wirklich abzuschalten.

Auch das soziale Miteinander kann unter anhaltender Nervosität leiden, etwa durch erhöhte Reizbarkeit oder Ungeduld gegenüber nahestehenden Menschen. Langfristig steigt zudem das Risiko, dass sich aus einer allgemeinen Nervosität eine ausgeprägtere Angstsymptomatik entwickelt.

Hypnotiseur induziert bei einem Klienten die Trance

Trance-Induktion: Durch gezielte Sprache und Führung wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt, bis sich ein Zustand tiefer Entspannung und Konzentration einstellt – die Trance.

Wie kann Hypnose bei Nervosität helfen?

In der Tiefenhypnose wird gezielt ein Zustand tiefer körperlicher und geistiger Entspannung herbeigeführt, in dem das übererregte Nervensystem herunterfahren kann. Bereits während der Trance selbst erleben viele Klientinnen und Klienten zum ersten Mal seit Langem ein Gefühl echter Ruhe.

Über gezielte Suggestionen kann Hypnose außerdem dabei unterstützen, die zugrunde liegenden Gedankenmuster und Sorgen zu bearbeiten, die die innere Unruhe aufrechterhalten. So kann sich mit der Zeit eine gelassenere Grundhaltung gegenüber stressauslösenden Situationen entwickeln.

Zusätzlich werden in der Behandlung häufig Techniken zur Selbsthypnose vermittelt, die im Alltag eigenständig angewendet werden können – etwa vor belastenden Terminen oder in akuten Stressmomenten –, um innere Anspannung schnell und gezielt abzubauen.

Studienlage: Eine Metaanalyse mehrerer kontrollierter Studien zur Wirksamkeit von Hypnose bei Angst- und Anspannungssymptomen fand, dass Hypnosebehandlungen zu einer signifikanten Reduktion der Symptomatik führten – mit besonders guten Ergebnissen, wenn Hypnose mit weiteren Behandlungsverfahren kombiniert wurde. Valentine, K. E., Milling, L. S., Clark, L. M. & Moriarty, C. L. (2019), International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis, 67(3) ↗
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